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Neue Technik für das Karoli-Eisstadion

schaltschrank-900Rechtzeitig zum Beginn der Eislaufsaison 2016/17 wurde die neue Anlagentechnik für das Karoli-Eisstadion fertiggestellt. Dank bester Wartung der Anlage durch das städtische Personal konnte die Technik seit Inbetriebnahme des Eisstadions Ende der Neunzehnhundertsiebziger Jahre weitgehend unverändert ihren Dienst verrichten. Jetzt allerdings war es höchste Zeit, sowohl den Schaltschrank mit der gesamten Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie den Kühlturm von Grund auf zu erneuern. Bis dato gab es beispielsweise keine temperatur- oder feuchtigkeitsabhängige Regelung. Alle Einstellungen mussten per Hand vorgenommen werden. Die Kühlung erfolgte über Kühlwasser. Jetzt kommt ein Trockenkondensator zum Einsatz, der Kühlwasserpumpe und Kühlturmventilator überflüssig macht. Durch diese Maßnahmen können Energie, CO2 und insgesamt erhebliche Betriebskosten eingespart werden. Die Kosten für den Kühlturm inklusive Elektroarbeiten, Leitungen, Stahlbauarbeiten und Zaunbau belaufen sich auf 151.000 €, während für den Schaltschrank mit Mess-, Steuer- und Regeltechnik nochmal 55.000 € aufgewendet werden müssen. „Die Gesamtausgaben von 206.000 € sind aber gut angelegt“ ist sich Bürgermeister Heinz Pollak sicher.

Er verweist in diesem Zusammenhang auf den großen Wert des Eisstadions für die einheimische Bevölkerung. Die Anlage wird von den unterschiedlichsten Einzelpersonen, Gruppen und Vereinen für Eiskunstlauf, Eishockey oder Eisstockschießen genutzt. Schulsport findet ebenso statt wie Wettkampfsport von überregionalem Charakter und selbst Universitäten nutzen die Eisfläche für Wintersportveranstaltungen. In den Wintermonaten gibt es so gut wie keine belegungsfreie Zeit. Nicht ohne Stolz erinnert der Bürgermeister an die großen Erfolge beispielsweise des EC Saßbach bei Welt- und Europameisterschaften, die ohne die städtische Eishalle wohl nicht möglich geworden wären.

Der Bürgermeister weiß aber auch um die Bedeutung der Eissporthalle für den Tourismus. Auch im Bayerischen Wald gab es zuletzt im Durchschnitt deutlich weniger Schnee als noch in den Jahrzehnten vor der Jahrtausendwende. Der städtische Skilift am Oberfrauenwald konnte in den vergangenen Wintern nur sporadisch in Betrieb genommen werden. Die Prognosen für die Zukunft sehen keine deutliche Verbesserung, im Gegenteil: Es ist davon auszugehen, dass die Lifte im Bereich unter 1.000 Höhenmeter in absehbarer Zeit ihren Betrieb einstellen werden müssen. Die Langlaufloipen im Stadtbereich von Waldkirchen sind von dieser Entwicklung ebenso betroffen. Nur wenige Tage innerhalb eines Winters konnten die Loipen gespurt und dann auch befahren werden. Deswegen hat der Ausschuss für Tourismus, Stadtmarketing und Veranstaltungen auch beschlossen, ab dem kommenden Winter keine Loipen mehr zu spuren. Ausgenommen davon ist bei entsprechender Schneelage lediglich die überregionale Loipe auf dem Adalbert-Stifter-Geh- und Radweg. Umso wichtiger sind witterungsunabhängige Einrichtungen wie eben das Eisstadion, das, zusammen mit dem Karoli-Badepark, den Wunsch der Urlaubsgäste insbesondere nach Wintersportaktivitäten abdeckt. Das Waldkirchner Eisstadion ist weit und breit das einzige Stadion, das die Normgrößen für Eiskunstlauf- und Eishockeyflächen aufweist. So ist es nicht verwunderlich, dass sich zu jeder Zeit irgendein Schlittschuhläufer, Eishockeyspieler oder Eisstockschütze darin tummelt. Ohne diese Einrichtung würden die Übernachtungszahlen im Winter nicht nur in Waldkirchen, sondern in der ganzen Region zurückgehen. „Wichtig ist in diesem Zusammenhang die räumliche Nähe zum Karoli-Badepark“ so Bürgermeister Heinz Pollak. „Das ist ein weiterer touristischer Pluspunkt. Diese beiden Einrichtungen bilden bei schlechtem Wetter oder zu wenig Schnee zusammen eine echte Alternative und runden so das Winterangebot der Stadt Waldkirchen nicht nur ab, sondern sind die eigentlichen Trümpfe.“

Dass auch der Stadtrat hinter dem Eisstadion steht, zeigt sich darin, dass im heurigen Wirtschaftsplan der Stadtwerke die für die Erneuerung der Technik notwendigen Mittel eingeplant wurden.